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6. Dezember

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Engel im kirchlichen Kontext


... denn "Nikolaus" gibts sonst schon immer in Adventskalendern.

Engel (hebräisch und griechisch für "Bote") tauchen in verschiedenen Kulturkreisen und Religionen als Götterboten/Vermittler zwischen Menschen und Gottheit auf.

In den Vorweihnachts- und Weihnachtsgeschichten kommen Boten=Engel in verschiedenen Rollen vor. Wir kennen den Verkündigungsengel Gabriel (Lukas 1) oder auch die Führungsengel für die Weisen und für Joseph (Matthäus 1,18 - 2,22).

Aber auch als "Evangeliums"-Engel und singende "himmlische Heerscharen" (Lukas 2) sind sie uns bekannt. Von daher kommen sie auch in der Musik und in der bildenden Kunst vor.

Aber im AT gibt es auch Versucher- und gar Todesengel, von den lüsternen Engeln ("Gottessöhnen") in 1 Mose 6 ganz zu schweigen.

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Engel über Engel in der barock ausgestatteten Klosterkirche Wettingen, 17. Jhd.

Als Schutzengel (Raphael) sind sie erst seit dem apokryphen Buch Tobit bekannt.
("Apokryphen" sind religiöse Schriften aus dem Umkreis der Bibel, die nicht in diese aufgenommen wurden und nicht öffentlich in der Gemeinde gelesen werden).

 

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Engel an der Kleinorgel in der Kirche von Wergenstein GR, 17. Jhd.

Bis ins Mittelalter stellte man sich die Engel selbstverständlich als ehrfurchtgebietende Jünglingsgestalten in antiken Togen vor - und stellte sie dementsprechend auch so dar, wie z.B. den oder die "Jünglinge in strahlenden Gewändern" am Ostermorgen.

Als man diese Gewänder nicht mehr verstand, begann man, die Engel als weibliche, zunehmend süsslichere und absolut unbedrohliche Wesen anzusehen und entsprechend darzustellen, - bis hin zu den drallen nackten Putten des Barock.

 

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Engel der Niki de St. Phalle im Hauptbahnhof Zürich - die moderne Darstellung eines Engels.
(Photo: A.Freybe, D-Rostock, 8/2004).

Seit der Renaissance (Raffael, Sixtinische Madonna) und erst recht im Barock wurden die Engel zu nackten, drallen, geflügelten Kleinkindern ("Putten") verniedlicht, wobei der kleine nackte geflügelte Amor/Eros-Knabe Pate gestanden haben dürfte.

Das Wort stammt ursprünglich vom lateinischen putus und war in seiner italienischen Ausprägung putto (=Knäblein; plur. putti) bis Mitte des 20. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum gebräuchlich (aus wikipedia).

Ende des 19. Jahrhunderts wiederum wurden sie als "gravitätisch-feierlich", gar tödlich-bedrohlich stilisiert (R.M.Rilke bei onlinekunst.de).

 
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